Wissen + Medien | Dr. Bernd Langner

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Mit dem Blick in die Vergangenheit unsere Zukunft gestalten: Das Projekt Heudorf

Dieser Beitrag entspricht einem Artikel auf den Webseiten des Schwäbischen Heimatbundes (öffnet neues Fenster).

Abschlusstagung des Modellprojekts "Historische Dorfanalyse" in Dürmentingen-Heudorf

Blick ins Publikum Ein interessiertes Publikum folgte den Tagungsbeiträgen

Am 27. Juni 2003 fand im Heudorfer Dorfgemeinschaftshaus eine Tagung zum Thema Historische Dorfanalyse - Perspektiven für die Entwicklung im Ländlichen Raum statt.

Über drei Jahre hinweg war das im Landkreis Biberach gelegene Heudorf Hauptdarsteller eines Bürgerbeteiligungsprojekts, bei dem sich eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern der Geschichte ihres Dorfes gewidmet haben.

Das Torhaus in Heudorf zu früherer Zeit Das charakteristische Torhaus in Heudorf zu früherer Zeit

Der Schwäbische Heimatbund und mit ihm sein Ausschussmitglied Dr. Bernd Langner beschäftigt sich bereits seit mehreren Jahren intensiv mit diesem Thema (siehe hierzu die allgemeinen Informationen) und war neben der Akademie Ländlicher Raum und der Gemeinde Dürmentingen Mitveranstalter der Tagung. Eingeladen waren alle, die an der Entwicklung des Ländlichen Raums teilhaben oder daran interessiert sind: insbesondere Repräsentanten der baden-württembergischen Gemeinden, Stadt- und Regionalplaner mit dem Schwerpunkt Ländlicher Raum, Bürgerinitiativen, Denkmalschützer, Geschichts- und Heimatforscher, Archivare, Vertreter von Ausbildungseinrichtungen u.v.m. Rund 80 Interessenten folgten der Einladung ins Dorfgemeinschaftshaus nach Heudorf.

Warum diese Tagung?

Mit der Historischen Dorfanalyse Heudorf wird ein Modell vorgestellt, dessen Ziel es ist, die Möglichkeiten einer planungsbegleitenden Historischen Dorfanalyse zu beleuchten.

Die Projektgruppe Die Projektgruppe mit Anita Eisele, Hans-Peter Hauler, Erwin Hölz, Hansjürgen Jäger, Dietmar Seifert, dem Projektleiter Dr. Bernd Langner, Fridolin Mayer, Sebastian Abhalter und Marlies Fisel.

In Archiven, Büchern und Katastern, auf alten Ansichten und Karten, im kollektiven Gedächtnis der Bürgerinnen und Bürger ist wertvolles Wissen gespeichert, das einer künftigen Dorfentwicklung bedeutende Ideen liefern kann. Mit dem Blick in die Vergangenheit unsere Zukunft gestalten - dies ist also die Idee hinter einer solchen Analyse, denn in den unterschiedlichen Quellen ist die über Jahrhunderte hinweg gewachsene Persönlichkeit einer jeden Ortschaft dokumentiert und gespeichert. Für die weitere Entwicklung unserer Gemeinden ist die jeweilige Sozial-, Wirtschafts- und Baugeschichte eine wichtige Grundlage.

Historische Aufnahme eines typischen Eindachhofs in Heudorf Historische Aufnahme eines typischen Eindachhofs in Heudorf

Die Eigenheiten eines Dorfes bei der Zukunftsplanung nicht hinreichend zu berücksichtigen, hieße aber auch, an den Bürgern vorbei zu planen. Eine historische Dorfanalyse, wie sie in Heudorf durchgeführt wurde, geht daher noch weiter, denn sie bezieht interessierte Bürger wesentlich mit ein und fördert auf diese Weise nachhaltig die Identifikation der Bewohner mit ihrer Heimat.

Die Tagung zielte daher auf zwei Faktoren ab: Die Beschäftigung mit der Vergangenheit sowie das bürgerschaftliche Engagement. Sie wollte zeigen, dass intensiveres Quellenstudium und die Arbeit in den Archiven lohnenswerte Aufgaben sind - im Interesse der Zukunft von Gemeinden und Regionen. Zugleich macht das aktuelle Beispiel des Heudorfer Projekts anschaulich, was Bürger Ungewohntes zu leisten imstande sind und woraus sie dabei ihre Motivation schöpfen.

Tagungsablauf

Weitere Artikel:

Tagungsbericht
Referat Langner
Referat Jäger/Mayer
Referat Zimmer
Referat Thiem
Presseschau

Bis in den Nachmittag gab es mehrere Referate mit unterschiedlichen Ansätzen zu den Themenbereichen Historische Dorfanalyse und "Bürgerschaftliches Engagement", nach dem Mittagessen einen ausführlichen Dorfrundgang mit ungewohnten Perspektiven und vielen Gesprächen, die Eröffnung einer umfangreichen Ausstellung sowie die offizielle Übergabe des Projektberichts an die beteiligten Partner.

Mehr über die Tagungsbeiträge und den Rundgang erfahren Sie im Tagungsbericht.